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MEC Archiv 2008
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1.5.2008
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Vatertagsausflug 2008
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In diesem Jahr fanden sich doch tatsächlich 14 wackere Wanderer am 1.5.2008
zum Ausflug in der Nähe des Bodensees in früher Morgenstunde ein, um diesen
in fröhlicher Runde zu gestalten.
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Man fuhr mit eigenem Auto nach Überlingen - Lippertsreute, um von dort mit
dem sogenannten "Apfelzügle", bestehend aus Trecker und 6 Apfelkistenwagen durch
die Landschaft zu fahren.
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Die Fahrzeuge blieben beim "Hof Neuhaus" stehen, von hier aus bewegte man sich
zum "Hohenbodmann". einer Erhebung des Linzgaus. Der restaurierte Turm der ehemaligen
Burg gestattete einen weithin sichtbaren Fernblick auf die gesamte Schweizer-Alpenkette,
sowie eine fantastische Rundsicht über die nähere Umgebung.
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Jedoch vorher am Fuß des Turmes, nahm die ganze illustre Gesellschaft ein etwas
"schräges" Frühstück ein. Die Damen labten sich an Sekt/Orangensaft , die Herren
tranken Bier, für alle bildeten Brötchen und gerauchte Bratwurst die Grundlage,
um anschließend 2,5 Stunden durch den Aachtobel im Halbkreis wieder dem Ausgangspunkt
zuzustreben.
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Begleitet vom rauschenden Fluß der Aach, führte uns der Weg durch eine tiefe
Schlucht, welche der Fluß in Jahrmillionen in das weiche Gestein gegraben hat.
Der Linzgau ist ein Überbleibsel, der sich vor grauen Zeiten durch die zurückweichenden
Gletscher des Alpenraumes gebildet hat. Am Wegesrand wuchs der hier reichlich
vorkommende "Bärlauch", der zum würzen von Speisen geeignet ist, aber nicht
mit dem gleich aussehenden Blatt des Maiglöckchens verwechselt werden darf.
In dem Fall könnte das Essen das letzte gewesen sein!
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Nach dem Passieren einer Andachtskapelle hoch droben im Fels eingegraben, erreichten
die Wanderer bald wieder den "Hof Neuhaus" am ursprünglichen Ausgangspunkt.
Bald bestieg man dann, verstärkt durch inzwischen eingetroffene Busreisende
die Apfelkisten-Wagen, die die Zugmaschine in flotter Fahrt über die angrenzenden
Apfelplantagen zog. Dieser "Lindwurm" strebte nun dem Nachbargrundstück entgegen,
wo die "Reisenden" einiges über die Lagerung der Apfelernte erfuhren. Die Besitzerin
schilderte den erstaunten Zuhörern, wie durch sogenannte CA-Lagerung die Äpfel
das ganze Jahr frisch bleiben. Durch Entzug des Sauerstoffs aus dem Lagerraum
wird diese Wirkung erreicht und der Verbraucher kauft immer frisches Obst. Nach
diesem interressanten Vortrag setzte sich unser "Apfelzug" wieder in Bewegung,
um zum nächsten Hof zu fahren. Dort erwartete uns wiederum ein Vortrag, diesmal
über sogenannte "Hochstämmmer", welche durch immer wieder neues "Pfropfen" eine
stattliche Höhe erreichen. Die Ernte dieses Obstes ohne nicht personalintensive
Geräte lässt sich nur so bewerkstelligen, ließ uns hier die Besitzerin wissen.
Motorgetriebene Scheren lassen in kurzer Zeit auch durch wenige Hände die entsprechenden
Ergebnisse zutage treten.
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Der dritte Haltepunkt ließ einen weiten Blick auf die herrliche Landschaft
zu, wobei eine weitreichende Erklärung des Bauern, welcher auch den Trecker
fuhr, der ganzen Fahrt einen würdigen Abschluß verlieh. Nachdem sich nun die
"Schlange" wieder in Bewegung gesetzt hatte, und auf dem Hof angekommen war,
verspürten alle "Reiseteilnehmer" einen gesegneten Appetit. Dieser wurde dann
auch in der historischen Scheune in trauter Runde gestillt . Eine zünftige Bauernvesper
mit Moscht und Nudelsuppe rundete den gelungenen Nachmittag in schönster Form
ab.
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Durch den Duft der auf dem Tisch stehenden Terrine wurde der Autor an die Zeit
der fünfziger Jahre erinnert, wo er als Junge beim in der Nachbarschaft wohnenden
Metzger immer die "Wurstsuppe" holte. Nach dem Essen sonnten sich einige Wanderer
vor dem Anwesen und man plauderte über dieses und jenes.
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Am späten Nachmittag traten dann alle Teilnehmer gutgelaunt durch eine grünende
und blühende Landschaft den Rückweg an.
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Peter Arntjen
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